Gesunde Schule

Ernährungsbildung

Uns als Schule ist eine gesun­de Ernährung wich­tig. Viele Kinder haben nur gezu­cker­tes, unge­sun­des Gebäck, Weißbrot oder gar kein Frühstück dabei. Neben der Thematisierung im Unterricht ist auch die Kooperation mit den Eltern eine wich­ti­ge Voraussetzung, damit die Angebote und Projekte der Schule Maretstraße nach­hal­tig einen posi­ti­ven Einfluss auf das Essverhalten von Kindern und Erwachsenen haben. Unser Ziel ist es, dass die SchülerInnen gesund­heits­för­der­li­che Verhaltensweisen anneh­men und in ihren Alltag über­neh­men. Wichtig ist uns dabei natür­lich die Kooperation mit den Eltern und Vereinen (z.B. brotZeit, aid).

Gesunde Ernährung“ als Thema im Sachunterricht

Ein beson­de­rer Schwerpunkt des natur­wis­sen­schaft­li­chen Unterrichts an der Schule Maretstraße liegt auf dem Thema „Gesundheit und gesun­de Ernährung“. Es muss aber nicht in jedem Schuljahr Gegenstand einer Unterrichtseinheit sein (z.B. die Arbeit mit der „aid-​Ernährungspyramide“), son­dern kann auch in Verbindung mit dem täg­li­chen Schulfrühstück oder klas­sen­in­ter­nen Aktionen abge­deckt wer­den.

gesund02Der Schulgarten

Wann gehen wir wie­der in den Schulgarten?“, frag­te Sophia aus der G1. Einige Klassen haben die Möglichkeit, eine Fläche im Schulgarten zu bepflan­zen und natür­lich anschlie­ßend zu pfle­gen. „Wir müs­sen auch schau­en, dass nichts aus­trock­net“, mein­te Daniel aus der G6. So wur­den bereits Erdbeeren, Kartoffeln, Radieschen, Karotten und diver­se Kräuter ange­pflanzt und natür­lich auch ver­zert. Die SchülerInnen neh­men die Pflege und Fürsorge ihres Gartens sehr ernst und sind mit viel Elan dabei. Zudem kann im Schulgarten theo­re­tisch erwor­be­nes Wissen ange­wandt wer­den.

Schülerfirma Maretstraße

Unsere Schülerfirma ser­viert Ihnen heu­te … – so heißt es zwei­mal pro Woche für die LehrerInnen des Kollegiums der Schule Maretstraße, denn die SchülerInnen des „Wahlpflichtkurses Catering“ kochen dann spe­zi­ell für sie. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Im Angebot sind sowohl ein Hauptgericht mit Fleisch als auch ein vege­ta­ri­sches sowie, für die Naschkatzen unter den LehrerInnen, ein Dessert. Organisiert wird das Ganze allein von der Schülerfirma. In Theorieblöcken wid­men sich die SchülerInnen der gesun­den Ernährung, der Rezeptplanung, des Marketings und der Buchhaltung. So wer­den ganz neben­bei Gesundheitserziehung, Lesen, Schreiben sowie mathe­ma­ti­sche und auch künst­le­ri­sche Kompetenzen geför­dert. Wenn es dann an die Zubereitung der Speisen geht, ist ins­be­son­de­re die Planungs- und Handlungsfähigkeit der SchülerInnen gefragt. Das beginnt beim selbst­stän­di­gen Erstellen einer Einkaufsliste und endet beim Abwasch und Aufräumen der Schulküche. Natürlich wer­den im „Wahlpflichtkurs Catering“ anhand der Lebensmittelverarbeitung grund­le­gen­de haus­wirt­schaft­li­che Fachkompetenzen ver­mit­telt, nicht zuletzt auch Aspekte der Sicherheit und Hygiene am Arbeitsplatz. All das berei­tet unse­re SchülerInnen dem Alter ent­spre­chend auf das spä­te­re Berufsleben vor.

Ein beson­de­res Highlight für unse­re SchülerInnen sind exter­ne Catering-​Anfragen sowie Aufträge der Schule zu beson­de­ren Ereignissen. So durf­ten sie bei­spiels­wei­se bei der „Langen Tafel“ oder beim Laternenlauf für das kuli­na­ri­sche Wohl sor­gen.

Daria Gorgel (Fellow)

Wer wird Frühstückssieger?

Was hast du denn heu­te dabei? – so heißt es täg­lich in der Dinoklasse G2 von Frau Ihmels. Worauf kommt es denn bei einem gesun­den Frühstück an?

Talha erklärt zum Beispiel, war­um Cola ein abso­lu­tes „No go“ ist. „Weil da 15 Würfel Zucker drin sind. Und Zucker ist schlecht für die Zähne!“

Das gemein­sa­me Frühstück ist den Kindern sehr wich­tig. Es wird ja nicht nur gespeist. „Ich fin­de es super, dass ich dabei mit mei­nem Freund über Fußball reden kann“, mein­te Adrian.

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 – guten Appetit, ihr Lieben!“ Nachdem die Kinder ihren Frühstücksspruch auf­ge­sagt haben, nimmt sich der Sieger vom Vortag viel Zeit, einen neu­en Frühstückssieger aus­zu­wäh­len. Gestern wur­de Nico Frühstückssieger.

Nico weiß ganz genau, was alles in der Brotbox sein soll­te: „Frühstückssieger wird das Kind, wel­ches das gesün­des­te Frühstück dabei hat. Auf dem Brot soll­te Wurst oder Käse sein. Wenn ich in der Frühstücksbox dann noch ein Stück Obst und ein Stück Gemüse fin­de, ist das per­fekt. Jetzt fehlt nur noch Wasser oder unge­süß­ter Tee zum Trinken.“

Wie schmeckt eigent­lich grü­ner Smoothie?

Weil unse­re Lehrerin immer ein grü­nes Getränk mit­ge­bracht hat, hat­ten wir den Wunsch, auch mal so etwas her­zu­stel­len. In der Klasse haben wir ein Gutscheinglas, das fül­len wir mit selbst­er­stell­ten Gutscheinen. Wir dür­fen uns einen Gutschein neh­men, wenn wir genug Punkte für gutes Arbeiten gesam­melt haben. Ein Gutschein ist „Smoothies her­stel­len“ und der wur­de dann auch ein­ge­löst. Zuerst haben wir alle Zutaten gekauft. Es war wich­tig, dass grü­ne Zutaten wie Spinat oder Salat dabei sind und ein Obst, was das Ganze etwas süßer macht, z.B. Bananen. Alles wur­de gewa­schen und in den Mixer gesteckt. Das nann­te sich dann Smoothie.“

Maryam (Drachenklasse G1)

Gekürt wur­de heu­te Sirine. Sie hat es geschafft, dunk­les Brot mit Obst und Gemüse zu ver­ei­nen, herz­li­chen Glückwunsch! Ganz stolz schaut sie zur Tafel, wäh­rend sie sich ihr kern-​gesundes Frühstück schme­cken lässt. Frau Ihmels, die Klassenlehrerin, schreibt Sirines Namen unter das Bild des Frühstückssiegers.

Morgen bring ich auch Obst und Gemüse mit“, freu­te sich Ana erwar­tungs­voll.

So erle­ben die Kinder täg­lich, dass gesun­des Essen auch lecker schmeckt. Für die Förderung einer gesun­den Ernährung, das erfolg­rei­che Lernen, aber auch für die Entwicklung jedes Kindes ist der Frühstückssieger eine unglaub­li­che Motivation. Die Klasse ach­tet mehr dar­auf, was Eltern zuhau­se ein­pa­cken. Und das ist in der Klasse deut­lich sicht­bar. Damit wer­den die Eltern auch indi­rekt mit ein­be­zo­gen.

Allerdings ist die täg­li­che Wiederholung die­ses Projekts unbe­dingt not­wen­dig. Zielsetzung ist, dass es sich nach­hal­tig bei den SchülerInnen ein­prägt und nicht wie­der in Vergessenheit gerät.

Eine abwechs­lungs­rei­che und gesun­de Ernährung wirkt sich posi­tiv auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Die Kinder ler­nen außer­dem, dass Obst und Gemüse wich­ti­ge Bausteine in der täg­li­chen Ernährung sind.

Ich fand gut, dass der Saft gar nicht eklig geschmeckt hat, son­dern rich­tig lecker. Nächstes Mal wol­len wir einen roten Smoothie machen, dar­auf freu ich mich jetzt schon“, schwärm­te Zakarya aus der Drachenklasse G1.

Gesundheit des Personals

Das päd­ago­gi­sche Personal der Schule Maretstraße arbei­tet jahr­gangs­über­grei­fend als mul­ti­pro­fes­sio­nel­le Teams im Ganztagsbetrieb. Für eine gesun­de Schule sind gesun­de Lehrkräfte Voraussetzung. Stress im Kollegium lässt sich nicht ver­mei­den, aber bewäl­ti­gen. Unser Ziel ist es, für das Kollegium ange­neh­me Arbeitsbedingungen zu schaf­fen, damit es sich wohl­fühlt. Fragen wie „Wie kön­nen wir Energie gewin­nen, anstatt sie zu ver­lie­ren?“ ste­hen dabei im Fokus.

Yogakurs für LehrerInnen

Ein sich wöchent­lich wie­der­ho­len­der Yoga-​Kurs sorgt dafür, dass sich Unmut, Spannungen und Unzufriedenheit ent­la­den kön­nen. Der Kurs fin­det jeden Freitag nach Schulschluss statt. Ziel ist dabei, die Belastungen im Schulalltag aus­zu­glei­chen.