Gewaltprävention

 

Der Inselraum

In unse­rem Inselraum, einer Insel im Meer des Schulalltags,bekom­men die SuS viel­fäl­ti­ge Unterstützung bei unter­schied­li­chen Problemen in ihrer sozia­len und emo­tio­na­len Entwicklung, die sie oft am kon­zen­trier­ten Lernen behin­dern. Hier kön­nen sie eine Auszeit neh­men und wer­den durch geziel­te Angebote in den Bereichen Selbstwahrnehmung, sen­so­ri­scher Integration und sozia­ler Kompetenz geför­dert.

Mädchenraum

Es gibt in unse­rer Schule einen Mädchenraum für alle Mädchen ab Klassenstufe 4, mit dem wir den Mädchen einen geschütz­ten Raum zur Verfügung stel­len, in dem sie zu fest­ge­setz­ten Zeiten unter sich sein kön­nen.

Seit ca. 15 Jahren gibt es für alle Mädchen der jeweils 4.Klassen das Kursangebot femi­nis­ti­scher Mädchenarbeit, zur Stärkung ihres Selbstwertgefühls und Förderung ihrer Gleichberechtigung im Schulalltag. In der Arbeit mit den Mädchen fin­det die mul­ti­kul­tu­rel­le Zusammensetzung unse­rer Schülerinnen beson­de­re Berücksichtigung, eben­so wie alle Fragen, die sich in der begin­nen­den Pubertät erge­ben.

Streitschlichtung

In der U‑Stufe:

Seit vie­len Jahren absol­vie­ren aus­ge­such­te Schülerinnen und Schüler der jeweils 4. Klassenstufe über ein Schuljahr hin­weg eine Mediationsausbildung, die von dafür aus­ge­bil­de­ten Kolleginnen ange­lei­tet und mit einer prak­ti­schen Prüfung abge­schlos­sen wird. Danach kön­nen die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen dann für ein gan­zes Schuljahr als StreitschlichterInnen für die Klassenstufen 1 bis 3 wäh­rend aller Pausen die anste­hen­den Konflikte in unse­rem Streitschlichterraum selbst­stän­dig lösen.

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In der M‑Stufe:

Inzwischen füh­ren wir die Ausbildung auch ab Klassenstufe 7 eben­falls über ein Schuljahr mit einer abschlie­ßen­den prak­ti­schen und theo­re­ti­schen Prüfung durch. Die Schülerinnen und Schüler arbei­ten dann eben­so ein gan­zes Schuljahr in allen Pausen für die Klassenstufen 4 bis10 als Streitschlichterinnen und Streitschlichter.

Damit leis­ten wir einen wich­ti­gen Beitrag zur Gewaltprävention an unse­rer Schule und die Schülerinnen und Schüler ler­nen, Verantwortung zu über­neh­men für die sozia­le Gemeinschaft.

 

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Cool in School

Die Palette der Maßnahmen für jugendliche Gewalttäter in Deutschland ist vielfältig, nur bleibt sie meist losgelöst vom schulischen Kontext. Das bundesweit wachsende Fortbildungsangebot für Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte im Bereich der Gewaltprävention signalisiert den Unterstützungsbedarf und die Suche nach geeigneten Konzepten im Umgang mit gewaltauffälligen Schüler/​-​innen.

Bei der schu­li­schen Umsetzung die­ser Angebote wird immer wie­der deut­lich, dass sie nur wirk­sam bestehen kön­nen, wenn sie für alle an der Schule Beteiligten trans­pa­rent sind und getra­gen wer­den.

Seit 2008 gibt es das Programm Cool in School®. Das schu­li­sche Anti-​Gewalt-​Training rich­tet sich an Schüler oder Schülerinnen, die im schu­li­schen Kontext gewalt­auf­fäl­lig sind.  Das Angebot wird in den Schulen so instal­lie­ret, dass es sich mit dem Schulalltag und dem Kollegium eng ver­zahnt und im wei­te­ren neben einer pri­mä­ren Motivation auch sekun­där im Rahmen einer Klassenkonferenz als „Bewährungsauflage“ für den wei­te­ren Schulbesuch for­mu­liert wer­den kann.

Seit 2014 gibt es an der Schule Maretstraße das Programm Cool in School®.