Lange Tafel – Phönix-​Viertel

an der Stadtteilschule Maretstraße in Hamburg-​Harburg

Erstmals ab dem Schuljahr 2015/​16 bie­ten wir unse­ren Schülerinnen und Schülern ein neu­es Projekt an, in dem sie in einem Workshop Geschichten von (Einwanderer-) Familien erstel­len und deren Ergebnisse im Rahmen einer „Langen Tafel“ im Phoenix-​Viertel prä­sen­tie­ren. Unterstützt in der Durchführung  des Projektes wur­den wir im ers­ten Jahr durch Frau Isabella Mamatis, die die­ses Projekt bereits seit meh­re­ren Jahren in Berlin erfolg­reich durch­ge­führt hat.

Diese „Lange Tafel“ möch­ten wir zukünf­tig zu einer Tradition machen, damit wir in unse­rem Viertel die Gemeinschaft und das Miteinanderleben mit den jun­gen Menschen genera­ti­ons­über­grei­fend auf­bau­en und pfle­gen kön­nen.

2006 ent­wi­ckel­te die Theaterregisseurin Isabella Mamatis erst­mals auf der Bergmannstraße in Kreuzberg das Konzept der „Langen Tafel“ mit sei­nem gro­ßen Essen als Erzählinszenierung in drei Akten für den Dialog der Generationen und Kulturen. Seit dem ver­brei­te­te sie die „Lange Tafel“ in vie­le Wohnviertel von Berlin. Die posi­ti­ve Strahlkraft der „Langen Tafel“ auf sein Wohnumfeld, beson­ders in den Bereichen Bildung, Kultur, Integration und Soziales und ihre Ziele tref­fen sich im Wesentlichen mit unse­ren Aufgaben als Stadtteilschule Maretstraße und ste­hen für eine demo­kra­ti­sche und inte­grier­te Bürgergemeinschaft.

Musikalische Begeitung

Musikalische Begeitung

Unsere Schule Maretstraße koope­riert mit der  „Langen Tafel“ in Berlin und dem Denkmal für Migration  Ab 2015 gibt es also erst­mals die „Lange Tafel – Phoenix-​Viertel“,  die wir im Schulumfeld zu einer Tradition machen wol­len, damit wir in unse­rem Viertel die Gemeinschaft und das Miteinanderleben mit den jun­gen Menschen genera­ti­ons­über­grei­fend auf­bau­en und pfle­gen kön­nen.

45 Schüler waren dabei unse­re Piloten, die den Workshop „Abenteuer des Homo Migrantes“ durch­lie­fen und im Ergebnis eine Chronik mit Geschichten der von ihnen inter­wie­ten am 18. Sept. 2015 als Gastgeber prä­sen­tier­ten. Dazu luden sie die Bürger aus dem Schulumfeld und die „Geschichtengeber“ zu einem insze­nier­ten Essen Entlang der Tafel flat­ter­ten ihre Geschichten an einer Wäscheleine zum Lesen für alle.

 

Detailliert ver­läuft das Projekt in „3 Akten“:

1. Akt: Unter dem Motto  „Begegne dem Migranten in dir selbst und Du gibst Fremdenfeindlichkeit kei­ne Chance“ (Zitat Mamatis) wer­den Schüler in den Hauptrollen als Chronisten und Gastgeber mit ihren Familien, Nachbarn und Zeitzeugen aus dem Phoenix-​Viertel Geschichten zur Einwanderungsstadt Hamburg auf­schrei­ben.

2. Akt: Höhepunkt des Projektes – eine 200 m lan­ge Tafel und ein gemein­sa­mes insze­nier­tes Essen – bringt die Bürger aus dem Kiez zusam­men in einen Dialog. Neben künst­le­ri­schen Beiträgen zum Thema   prä­sen­tie­ren unse­re Schüler die Einwanderungsgeschichten zum Lesen für alle ent­lang der „Langen Tafel“. Die Bürger aus dem Schulumfeld wur­den im Vorfeld von unse­ren Jugendlichen ein­ge­la­den. Die Schüler/​innen agie­ren jetzt als Moderatoren/​innen und Gastgeber/​innen. Mit der „Langen Tafel-​Phoenix-​Viertel“ erwar­ten wir einen Impuls , der die Bürger der älte­ren Generation und die Jugend in einen zukunfts­ori­en­tier­ten, wert­schät­zen­den Dialog mit­ein­an­der zusam­men­bringt. Hierbei wer­den trans­kul­tu­rel­le Erfahrungen im Mittelpunkt des gemein­sa­men Austausches ste­hen, der Akzeptanz und Respekt ermög­licht.

3. Akt: Die Schüler bekom­men für ihre gelern­ten Kompetenzen im Dialog der Generationen und für öffent­li­ches Engagement als Gastgeber an der „Langen Tafel“ Urkunden über­reicht, die sie spä­ter bei Bewerbungen ein­set­zen kön­nen.